Gedenkstättenfahrten

Trägern der Jugendarbeit können Zuschüsse für Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts gewährt werden. Das Kultusministerium fördert Gedenkstättenfahrten nach der Verwaltungsvorschrift vom 21.6.2017. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Der Zuschuss wird in Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt maximal 50 Prozent der als notwendig anerkannten Fahrkosten zwischen dem Ausgangsort und der Gedenkstätte.

Zuwendungsvoraussetzungen sind:

  • Die Teilnehmenden sollen mindestens 12, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sein;
  • Die Gruppe soll nicht weniger als 8 Personen umfassen;
  • Die besuchte Gedenkstätte soll ein didaktisches Konzept aufweisen, eigenes Dokumentationsmaterial einsetzen und über die notwendige organisatorische Grundausstattung, insbesondere Räume für Vorträge, Filme und anderes verfügen. Die Studienfahrt wird in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte geplant und durchgeführt;
  • Fahrten zu Gedenkstätten innerhalb Baden-Württembergs und für außerhalb des Landes gelegene Gedenkstätten, die bis zu 100 Kilometer von der Landesgrenze entfernt liegen sowie für die Gedenkstätte Dachau. Fahrten zu anderen Gedenkstätten können bei Vorliegen besonderer Gründe gefördert werden;
  • Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet;
  • Die Gedenkstättenfahrt sollte in der Regel eintägig sein. Dies gilt auch für den Fall, dass sie Teil einer mehrtägigen Veranstaltung ist, etwa einer Jugendfreizeit. Der Zuschuss wird in diesen Fällen nach dem Anteil berechnet, den der Tag des Besuchs der Gedenkstätte am Gesamtprogramm hat;
  • Ist die Gedenkstättenfahrt ausnahmsweise auf mehrere Tage angelegt, um ergänzende Programmpunkte einbauen zu können, die in einem inneren Zusammenhang mit der Thematik stehen, wie zum Beispiel Wiederaufbau, demokratische Errungenschaften oder supranationale Einrichtungen, kann der volle Zuschuss gewährt werden.
  1. Antrag A8.2
  2. Verwendungsnachweis V8.2
  3. Teilnehmendenliste L2