Landesjugendplan

Der Landesjugendplan stellt im Rahmen des Staatshaushaltsplans Baden-Württemberg die Leistungen des Landes zusammenfassend dar, die direkt oder indirekt an die Jugendlichen im Land gerichtet sind. Für das Jahr 2017 waren das rund 95,4 Mio. Euro.

Vom finanziellen Umfang überwiegen die Förderungen anderer Bereiche der Jugendhilfe und Maßnahmen im außerunterrichtlichen Bereich an den Schulen (beispielsweise Schüler*innen- und Jugendaustausch, Schüler*innen-Mentor*innen. Die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit hat einen Anteil von unter 20%.

Zuwendungsempfänger für Kinder- und Jugendarbeit im Landesjugendplan sind Träger der außerschulischen Jugendbildung nach § 75 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) in Verbindung mit den §§ 2, 4 und 12 Jugendbildungsgesetz, öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie nach Maßgabe des Staatshaushaltsplans sonstige Träger. Soweit in den einzelnen Förderbereichen nichts anderes bestimmt ist, setzt die Förderung die Anerkennung als Träger der freien Jugendarbeit voraus.

Die Antragsstellung und der Verwendungsnachweis können für viele Förderbereiche online über OASE BW erledigt werden.

Jugenderholung

Jugenderholungsmaßnahmen

Jugenderholungsmaßnahmen sind Erholungsaufenthalte in Heimen und Zeltlagern sowie Jugendgruppenfahrten und Ski- bzw. Segelfreizeiten, bei denen der Erholungsaspekt im Vordergrund steht. Das Ministerium für Soziales und Integration fördert Jugenderholung nach der Verwaltungsvorschrift vom 10.4.2018. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Für Teilnehmende im Alter von 6 bis 18 Jahren aus finanziell schwächer gestellten Familien an Jugenderholungsmaßnahmen können Trägem der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse als Festbetrag bis zu 12 EUR je Tag und Person gewährt werden. Der Zuschuss ist vom Träger an die Erziehungsberechtigten weiterzugeben. Voraussetzungen für die Zuschussgewährung sind:

  • Maßnahmendauer von mindestens fünf und maximal 21 Tage,
  • angemessene pädagogisch Betreuung, Verpflegung und Unterbringung,
  • Teilnahme an Familienfreizeiten wird nicht gefördert.
  1. Antrag A1 (Einzel)
  2. Antrag A2 (Gruppe)
  3. Verwendungsnachweis V2
  1. Teilnehmerbestätigung und L2 (Angaben in der Liste für Prüfzwecke sind vorzuhalten)
  2. Sammelanträge SV2 / S8
  3. Sammelnachweis SV2

Für Jugenderholungsmaßnahmen mit behinderten Teilnehmenden können freien Trägem der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden. Die Maßnahme muss Teilnehmende mit und ohne Behinderungen umfassen, wobei mindestens ein Drittel der Teilnehmenden mit Behinderungen sein müssen; bei einer geringeren Quote können nur Zuschüsse für die Teilnehmende mit Behinderungen gewährt werden.

Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und Person bis zu 12 EUR, höchstens jedoch bis zu 50 Prozent der als notwendig anerkannten Gesamtkosten ausschließlich der Vergütung für pädagogische Betreuer*innen.

  1. Antrag A3
  2. Verwendungsnachweis V3
  3. Teilnehmerbestätigung und L2 (Angaben in der Liste für Prüfzwecke sind vorzuhalten)

 

Für den Einsatz ehrenamtlicher pädagogischer Betreuer*innen bei Jugenderholungsmaßnahmen können freien Trägem der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse als Festbetrag gewährt werden und beträgt je Tag und Betreuungsperson bis zu 12 EUR nach folgender Teilnehmenden-Betreuer*innen-Relation:

  • 11:1 bei Erholungsaufenthalten in Heimen und Zeltlagern;
  • 6:1 bei Jugendgruppenfahrten (Maßnahmen, bei denen die Gruppe zu Fuß, mit dem Boot oder mit dem Fahrrad ohne zentralen Aufenthaltsort unterwegs ist) und Ski- bzw. Segelfreizeiten;
  • 3:1 bei Jugenderholungsaufenthalten mit behinderten Teilnehmenden, sofern die Behinderung einen erhöhten Betreuungseinsatz erforderlich macht, sowie bei erlebnispädagogischen Angeboten;
  • 1:1 bei Freizeiten mit schwerstbehinderten Teilnehmenden.

Voraussetzungen der Zuschussgewährung sind:

  • Die Betreuungspersonen sollen volljährig sein; andere Betreuungspersonen, die mindestens 16 Jahre alt sind, dürfen nur eingesetzt werden, wenn die Leiterin oder der Leiter der Maßnahme volljährig ist.
  • Die Betreuungspersonen sollen ganztägig während mindestens fünf Tagen beschäftigt sein.
  • Bei Skifreizeiten dürfen nur Betreuungspersonen anerkannt werden, die eine entsprechende Lizenz nachweisen, zum Beispiel. Übungsleiter*in Grundstufe, Skilehrer*in Grundstufe oder vergleichbare Qualifikationen.
  • Die Einsatzdauer ist auf 14 Tage begrenzt.
  • Der Zuschuss wird nicht gewährt für Betreuungspersonen, die für ihren Einsatz Sonderurlaub unter Fortzahlung der Bezüge erhalten.
  1. Antrag A4
  2. Verwendungsnachweis V4 / V4.1
  3. Teilnahmebestätigung
  1. Sammelanträge S4 / S8
  2. Sammelnachweis SV4

Freien Trägem der außerschulischen Jugendbildung können für die Beschaffung, Ausrüstung und größere Reparaturen von Groß- und Gruppenzelten Zuschüsse gewährt werden. Der Zuschuss wird in der Form der Anteilsfinanzierung bewilligt und beträgt bis zu 50 Prozent der als notwendig anerkannten Gesamtkosten.

Zwar steht in der Verwaltungsvorschrift, dass auch Erwerb, Einrichtung, Ausstattung und Sanierungsmaßnahmen fester Jugendzeltplätze Zuschüsse gewährt werden können. Eine Gewährung erfolgt allerdings seit Jahren nicht.

  1. Antrag A5
  2. Verwendungsnachweis V5
  1. Sammelanträge S5
  2. Sammelnachweis SV5

Außerschulische Kinder- und Jugendbildung

Außerschulische Kinder- und Jugendbildung

Das Ministerium für Soziales und Integration fördert im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung nach der Verwaltungsvorschrift vom 10.4.2018. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung können Zuschüsse zu Lehrgängen gewährt werden, die der Aus- und Fortbildung von Jugendleiter*innen oder sonstigen Leitungskräften der Jugendarbeit dienen. Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und teilnehmende Person bis zu 14,20 EUR. Der Träger muss grundsätzlich eine Eigenbeteiligung in Höhe von mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten erbringen.

Voraussetzungen der Zuschussgewährung sind:

  • Die Lehrgänge müssen nach der Lehrgangsplanung zur Erreichung des Lehrgangsziels geeignet sein und jugendpflegerische oder staatspolitische Themen zum Gegenstand haben. Lehrgänge, die nur religiöse, arbeitsrechtliche und berufsständische Themen sowie Themen mit einseitiger parteipolitischer Zielsetzung behandeln, gelten nicht als solche Lehrgänge. Gleiches gilt für sportfachliche und vergleichbare Lehrgänge mit ausschließlich fachspezifischem Inhalt.
  • Die Teilnehmenden müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
  • Lehrgänge werden bis zu zehn Tagen Dauer gefördert.
  • Der volle Tagessatz wird bei mindestens fünfstündigem Programm, der halbe Tagessatz bei mindestens zweieinhalbstündigem Programm gewährt. Halbe Tage können nur abgerechnet werden, wenn ein voller Tag vorausgeht oder nachfolgt oder mindestens drei halbe Tage innerhalb eines Monats eine zusammenhängende thematische Einheit bilden.
  • Die Lehrgänge müssen örtlich und zeitlich getrennt von anderen geförderten Maßnahmen mit demselben Teilnahmekreis durchgeführt werden.
  • Die Tagessätze können auch für Lehr- und Leitungspersonen gewährt werden, soweit diese nicht ständig in der Einrichtung, in der der Lehrgang durchgeführt wird, tätig sind.
  • Die Lehrgänge sollen grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden.
  1. Antrag A6
  2. Verwendungsnachweis V6
  3. Teilnehmerbestätigung und Teilnehmerliste L2 (Angaben in der Liste für Prüfzwecke sind vorzuhalten)
  1. Sammelanträge S6 / S8
  2. Sammelnachweis SV6

Freien Träger der außerschulischen Jugendbildung können zur Durchführung von Seminaren und von vergleichbaren Maßnahmen mit festem Teilnehmerkreis und festgelegter Programmdauer Zuschüsse gewährt werden. Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt und beträgt je Tag und teilnehmende Person bis zu 14,20 EUR. Der Träger muss grundsätzlich eine Eigenbeteiligung in Höhe von mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten erbringen.

Voraussetzungen der Zuschussgewährung sind:

  • Seminare müssen Teil der Jugendbildungsarbeit des Trägers sein. Hierzu gehört zum Beispiel die gezielte Befassung mit Fragen der politischen, sozialen, sportlichen, kulturellen, ökologischen, technologischen oder geschlechtsspezifischen Jugendbildung.
  • Die Teilnehmenden müssen mindestens 12, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sind. Die Leitungspersonen sind von der Altersobergrenze ausgenommen.
  • Seminare werden bis zu zehn Tagen Dauer gefördert.
  • Der volle Tagessatz wird bei mindestens fünfstündigem Programm, der halbe Tagessatz bei mindestens zweieinhalbstündigem Programm gewährt. Halbe Tage können nur abgerechnet werden, wenn ein voller Tag vorausgeht oder nachfolgt oder mindestens drei halbe Tage innerhalb eines Monats eine zusammenhängende thematische Einheit bilden.
  • Seminare müssen örtlich und zeitlich getrennt von anderen geförderten Maßnahmen mit demselben Teilnahmekreis durchgeführt werden.
  • Die Tagessätze können auch für Leitungspersonen gewährt werden, soweit diese nicht ständig in der Einrichtung, in der das Seminar durchgeführt wird, tätig sind.
  • Die Seminare sollen grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden.
  1. Antrag A6
  2. Verwendungsnachweis V6
  3. Teilnehmerbestätigung und Teilnehmerliste L2 (Angaben in der Liste für Prüfzwecke sind vorzuhalten)
  1. Sammelanträge S6.1 / S8
  2. Sammelnachweis SV6.1

Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung sind Projekte mit jungen Menschen, die nicht Seminarcharakter haben und sich mit nachfolgenden Themen der Jugendbildung befassen.

Der Zuschuss wird Freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung in Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt bei Maßnahmen bis zu 50 Prozent der als notwendig anerkannten Gesamtkosten, Der Zuschuss wird für Teilnehmende gewährt, die mindestens 12 Jahre, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sind. Abweichungen von der Altersgrenze von bis zu 20 Prozent der Teilnehmenden sind zulässig. Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Praktische Maßnahmen der politischen Jugendbildung

Gefördert werden können Projekte der politischen Bildung. Speziell für Fahrten an Ziele, die für die politische Bildung besonders bedeutsam sind, können Zuschüsse bis zu 50 Prozent der Fahrkosten sowie bis zu 3,10 EUR je Tag und Person gewährt werden. Für Studienfahrten zum Deutschen Bundestag oder Bundesrat, Europäischen Einrichtungen oder zum Landtag von Baden-Württemberg sind die Fördermittel der betreffenden Stellen in Anspruch zu nehmen. Fahrten und Maßnahmen, die unmittelbar auf die politische Willensbildung einwirken sollen, werden nicht bezuschusst.

Praktische Maßnahmen der sozialen Jugendbildung

Gefördert werden können Projekte, die jungen Menschen praktische, eigene Erfahrungen im generationsübergreifenden und sozialen Bereich vermitteln, insbesondere durch Projekte in sozialen Brennpunkten, mit jugendlichen Arbeitslosen, mit Menschen mit Behinderungen, zur Integration von Kindern ausländischer Arbeitnehmer*innen sowie durch Projekte mit delinquent gewordenen Jugendlichen und gegen Jugendkriminalität. Fürsorgerische Maßnahmen werden nicht bezuschusst.

Praktische Maßnahmen der sportlichen Jugendbildung

Gefördert werden können modellhafte Maßnahmen, die gezielt die sportliche Betätigung der Teilnehmenden als Mittel der Jugendbildung einsetzen, insbesondere für Maßnahmen mit Begegnungscharakter, die grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden sollen. Maßnahmen des Leistungssports, insbesondere offizielle Ligaspiele und vergleichbare Veranstaltungen, werden nicht gefördert.

Praktische Maßnahmen der kulturellen Jugendbildung

Gefördert werden können Maßnahmen, die gezielt die praktische künstlerische Betätigung (Musik, bildende Kunst, Theater, Tanz, Literatur, Zirkus, Medien) der Teilnehmenden als Mittel zur Jugendbildung einsetzen, insbesondere auch für Maßnahmen mit Begegnungscharakter, die grundsätzlich in Baden-Württemberg stattfinden sollen. Maßnahmen, die die Voraussetzungen eines anderen Programms ·zur Förderung der außerschulischen, kulturellen Jugendbildung erfüllen, werden nicht bezuschusst.

Praktische Maßnahmen der ökologischen Jugendbildung

Gefördert werden können Maßnahmen, die gezielt die praktische ökologische Betätigung der Teilnehmenden als Mittel zur Jugendbildung einsetzen. Gefördert werden insbesondere Arbeitsprojekte, Workshops und Ausstellungen, die den Natur- und Umweltschutz und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen zum Gegenstand haben. Die Projekte sollen neben der Darstellung der ökologischen Erkenntnisse und Vorgänge auch deren Zusammenhänge mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen behandeln.

Praktische Maßnahmen der technologischen Jugendbildung

Gefördert werden können Maßnahmen, die gezielt die praktische Betätigung der Teilnehmenden als Mittel zur technologischen Jugendbildung einsetzen. Gefördert werden insbesondere Arbeitsprojekte, Workshops und Ausstellungen, die die technologische Entwicklung und deren Zusammenhänge mit naturwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen behandeln. Die Beschaffung von Hard- und Software kann nicht gefördert werden.

Praktische Maßnahmen der Mädchen- bzw. Jungenbildungsarbeit

Gefördert werden können Maßnahmen, die Bildungsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen sowie mit Jungen und jungen Männern zum Inhalt haben. Gefördert werden Maßnahmen, die die Zusammenhänge zwischen geschlechtsspezifischem Rollenverhalten und gesellschaftlicher Realität behandeln; dabei sollen den Mädchen und jungen Frauen sowie den Jungen und jungen Männern neue Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten eröffnet werden.

Antrag-Downloads zu Praktische Maßnahmen der außerschulischen Jugendbildung

  • Antrag A7
  • Verwendungsnachweis V7
  • Sammelanträge S7
  • Sammelnachweis SV7

Antrag-Downloads zu Studienfahrten zur politischen Bildung

  • Antrag A8
  • Verwendungsnachweis V8
  • Teilnehmerliste L2

Praktische Maßnahmen zur gesellschaftliche Eingliederung junger Geflüchteter sowie Aussiedler*innen

Für Maßnahmen zur gesellschaftlichen Eingliederung und Betreuung junger Geflüchteter sowie junger Aussiedler*innen können den in der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit zusammengeschlossenen Jugendmigrationsdiensten sowie anderen freien Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden. Der Zuschuss in Form der Anteilsfinanzierung beträgt hierfür bis zu 75 Prozent des als notwendig anerkannten Aufwands. Mehr dazu unter den Ziffern 14.8 und 14.9 der Verwaltungsvorschrift vom 10.4.2018.

Antrag-Downloads zur gesellschaftliche Eingliederung junger Geflüchteter sowie Aussiedler*innen

Praktische Maßnahmen zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule

Trägem der außerschulischen Jugendbildung und sonstigen gemeinnützigen Trägern der Jugendarbeit sowie Schulen in Kooperation mit diesen Trägern können Zuschüsse zur Durchführung von gemeinsamen Kooperationsprojekten gewährt werden. Bezuschusst werden Projekte, bei denen beide Partner gleichberechtigt eine gemeinsame Maßnahme mit Jugendlichen durchführen. Der Zuschuss wird als Festbetrag gewährt. Die Höhe richtet sich nach der Bedeutung des Vorhabens. Bezuschusst werden Projekte, die in der Regel innerhalb eines Schuljahres abgeschlossen werden.

Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Sucht- und Abhängigkeitsverhalten und ähnliche Gefährdungen

Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Sucht- und Abhängigkeitsverhalten und ähnliche Gefährdungen der Jugend werden nach der Verwaltungsvorschrift des Kultusministerium vom 21.6.2017 gefördert.

Trägern der außerschulischen Jugendbildung und sonstigen gemeinnützigen Antragstellern können für die Durchführung von praktischen Maßnahmen mit dem Ziel der Prävention von Sucht- und Abhängigkeitsverhalten Zuschüsse gewährt werden. Gefördert werden praktische Maßnahmen, die sich mit den ursächlichen Zusammenhängen für die Entstehung von Sucht sowohl bei stofflichen Suchtformen (zum Beispiel Rauschgift, Medikamente, Alkohol) als auch bei stoffungebundenen Süchten (zum Beispiel Spielsucht, Magersucht, Gefährdungen durch Sekten und ähnlichem) befassen.

Antrag-Downloads zu Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Sucht- und Abhängigkeitsverhalten und ähnliche Gefährdungen der Jugend

Seminare:

  • Antrag A6.2
  • Verwendungsnachweis V6.2
  • Teilnehmendenliste L2

Praktische Maßnahmen:

Internationale Jugendbegegnungen

Internationale Jugendbegegnungen

Das Kultusministerium fördert im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung Internationale Jugendbegegnungen nach der Verwaltungsvorschrift vom 21.6.2017. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Zur Förderung von internationalen Jugendbegegnungen (bilateral und multilateral) können Trägern der außerschulischen Jugendbildung Zuschüsse gewährt werden, sofern keine Förderung nach dem Zentralstellen- oder Direktverfahren des Kinder- und Jugendplans des Bundes erfolgt. Für Maßnahmen in Baden-Württemberg können Zuwendungen zu den Aufenthalts- und Programmkosten der Teilnehmende aus Deutschland (überwiegend aus Baden-Württemberg) und dem Ausland bis maximal 10 Euro pro Programmtag/ Person gewährt werden. An- und Abreisetag gelten zusammen als ein voller Tag. Für Teilnehmende aus Baden-Württemberg an Maßnahmen im Ausland können prozentuale Zuschüsse (maximal 40 Prozent) zu den Fahrkosten (An- und Abreisekosten) gegeben werden. Die Zuschüsse je Begegnung sind auf maximal 4.000 Euro begrenzt

  • Die Teilnehmenden dürfen nicht jünger als 12 Jahre sein und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Zahlenverhältnis zwischen Teilnehmenden aus dem Ausland und aus Baden-Württemberg soll bei bilateralen Programmen ausgeglichen und bei multilateralen Maßnahmen angemessen sein;
  • Die Begegnung soll mindestens 5 und höchstens 30 Tage (ohne An- und Abreisetag) betragen;
  • Eine Gruppe soll nicht weniger als 5 und nicht mehr als 60 Personen umfassen;
  • Der Zahl der Begegnungen im Ausland soll eine vergleichbare Zahl von Begegnungen in Deutschland entsprechen. Das Prinzip der Gegenseitigkeit soll soweit als möglich beachtet werden;
  • Die Zahl der mitwirkenden Leiter*innen sowie Fachkräfte muss in einem angemessenen Verhältnis zur jeweiligen Gruppengröße stehen. Bei gemischten Gruppen sollen männliche und weibliche Betreuungspersonen die Gruppe begleiten, auch wenn dadurch eine angemessene Teilnehmer*innen-Betreuer*innen-Relation unterschritten wird. Diese kann auch in begründeten Einzelfällen, wie zum Beispiel bei behinderten Teilnehmenden, unterschritten werden;
  • Die verantwortlichen Leiter*innen der Begegnung müssen Erfahrungen in der internationalen Jugendarbeit haben. Sie sollten über die erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse verfügen;
  • Die Begegnung soll mindestens 2 und höchstens 10 Tage (ohne An- und Abreisetag) betragen;
  • Eine Gruppe soll nicht mehr als 8 Personen umfassen;
  • Die Teilnehmenden müssen im Hinblick auf die Umsetzung einen besonderen fachlichen Bezug zum Thema der Maßnahme aufweisen;
  • Der Träger muss eine jährlich größere Anzahl an Projekten internationaler Jugendbegegnungen nachweisen.
  1. Antrag A10
  2. Verwendungsnachweis V10 + KJP-Formblatt "Statistische Mitteilungen"
  3. Teilnehmendenliste L2

Gedenkstättenfahrten

Gedenkstättenfahrten

Trägern der Jugendarbeit können Zuschüsse für Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts gewährt werden. Das Kultusministerium fördert Gedenkstättenfahrten nach der Verwaltungsvorschrift vom 21.6.2017. Die wichtigsten Bestimmungen sind hier zusammengefasst:

Der Zuschuss wird in Form der Anteilsfinanzierung bewilligt. Er beträgt maximal 50 Prozent der als notwendig anerkannten Fahrkosten zwischen dem Ausgangsort und der Gedenkstätte.

Zuwendungsvoraussetzungen sind:

  • Die Teilnehmenden sollen mindestens 12, jedoch noch nicht 27 Jahre alt sein;
  • Die Gruppe soll nicht weniger als 8 Personen umfassen;
  • Die besuchte Gedenkstätte soll ein didaktisches Konzept aufweisen, eigenes Dokumentationsmaterial einsetzen und über die notwendige organisatorische Grundausstattung, insbesondere Räume für Vorträge, Filme und anderes verfügen. Die Studienfahrt wird in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte geplant und durchgeführt;
  • Fahrten zu Gedenkstätten innerhalb Baden-Württembergs und für außerhalb des Landes gelegene Gedenkstätten, die bis zu 100 Kilometer von der Landesgrenze entfernt liegen sowie für die Gedenkstätte Dachau. Fahrten zu anderen Gedenkstätten können bei Vorliegen besonderer Gründe gefördert werden;
  • Es wird eine gründliche Vor- und Nachbereitung erwartet;
  • Die Gedenkstättenfahrt sollte in der Regel eintägig sein. Dies gilt auch für den Fall, dass sie Teil einer mehrtägigen Veranstaltung ist, etwa einer Jugendfreizeit. Der Zuschuss wird in diesen Fällen nach dem Anteil berechnet, den der Tag des Besuchs der Gedenkstätte am Gesamtprogramm hat;
  • Ist die Gedenkstättenfahrt ausnahmsweise auf mehrere Tage angelegt, um ergänzende Programmpunkte einbauen zu können, die in einem inneren Zusammenhang mit der Thematik stehen, wie zum Beispiel Wiederaufbau, demokratische Errungenschaften oder supranationale Einrichtungen, kann der volle Zuschuss gewährt werden.
  1. Antrag A8.2
  2. Verwendungsnachweis V8.2
  3. Teilnehmendenliste L2

Förderung der verbandlichen und überverbandlichen Arbeit der Jugendorganisationen

Förderung der verbandlichen und überverbandlichen Arbeit der Jugendorganisationen

Das Ministerium für Soziales und Integration fördert im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung nach der Verwaltungsvorschrift vom 10.4.2018 landesweit anerkannte Jugendverbände zur Durchführung ihrer zentralen Führungsaufgaben. Hierzu gehören insbesondere Verwaltungskosten, Betriebskosten zentraler Ausbildungsstätten, die Beschaffung von Lehr- und Arbeitsmitteln sowie von Sportgeräten und Modellmaßnahmen.

Nähere Informationen dazu gibt der Landesjugendring Baden-Württemberg.

 

Förderung von Stellen für Bildungsreferent*innen in Jugendverbänden

Förderung von Stellen für Bildungsreferent*innen in Jugendverbänden

Das Ministerium für Soziales und Integration fördert im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung nach der Verwaltungsvorschrift vom 3.9.2018 Stellen für Bildungsreferent*innen in Jugendverbänden.

Nähere Informationen dazu gibt der Landesjugendring Baden-Württemberg.

Abgabefristen

Die einzelnen Gruppen der Jugendverbände reichen die Anträge über ihre Verbandszentrale und den Landesjugendring ein; die Verbandszentralen prüfen die Anträge vorab.
Die hier genannten Fristen gelten für die Abgabe der Anträge beim Landesjugendring.
Bitte beachten: Die Abgabetermine bei den einzelnen Verbandszentralen oder den örtlichen Jugendringen sind erheblich früher!!!

Bis spätestens 01. Februar
Internationale Jugendbegegnungen, Praktische Maßnahmen

Bis spätestens 1. März 
Jugenderholungsmaßnahmen mit Teilnehmer*innen mit Behinderungen

Bis spätestens 15. März    
Gesamtanträge für Jugendleiter*innenlehrgänge, Seminare, Pädagogische Betreuer*innen, Zeltmaterial, Jugenderholungsmaßnahmen mit finanziell schwächer Gestellten und Pädagogische Betreuung bei Jugenderholungsmaßnahmen

Bis spätestens 01. April    
Fahrten zu Gedenkstätten

 

Tagessätze und Zuschussquoten

Tagessätze und Zuschussquoten

Jugenderholungsmaßnahmen für Kinder aus finanziell schwachen Familien 12 € Tag/TN
Jugenderholungsmaßnahmen mit Behinderten und Nichtbehinderten 12 € Tag/TN
Pädagogische Betreuer*innen (IST-Ergebnis) 12 € Tag/TN
Zelte und Zeltmaterial 35 % der als notwendig anerkannten Kosten
Lehrgänge für Jugendleiter*innen (IST-Ergebnis) 14,20 € Tag/TN
Seminare in allen Bildungsbereichen (IST-Ergebnis) 14,20 € Tag/TN
praktische Maßnahmen (max. Förderung pro Antrag 1.200 €) 25 % der als notwendig anerkannten Kosten einer Maßnahme
Bildungsmaßnahmen zur Drogenprävention bis zu 50% der als notwendig anerkannten Kosten einer Maßnahme

Landesjugendplan Formulare-Übersicht

Richtlinien-Nr. *BezeichnungAntrag AVerwendungs-nachweis VTeilnehmerliste LSammelanträge SSammelanträge: Verwendungs-nachweis SV
7 (SM)Sammelverfahren Gesamtantrag (nur für Verbandszentrale)---S8-
8 (SM)

Jugenderholungsmaßnahmen mit finanziell schwächer Gestellten

Einzelantrag

Gruppenantrag

A1

A2

-

V2

-

L2 (SM) / TN-Bestät.**

-

SV2 / S8

-

SV2

9 (SM)

Jugenderholungsmaßnahmen mit behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern

 

A3

V3

L2 (SM) / TN-Bestät.**

-

-

10 (SM)Pädagogische Betreuung bei JugenderholungsmaßnahmenA4V4 / V4.1TN-Bestät.S4 / S8SV4
11 (SM)Groß- und GruppenzelteA5V5-S5SV5
12 (SM)

Lehrgänge für Jugendleiterinnen und Jugendleiter

A6V6

L2 (SM) / TN-Bestät.**

S6 / S8SV6
13 (SM)

Seminare zur außerschulischen Jugendbildung

 

A6V6

L2 (SM) / TN-Bestät.**

S6.1 / S8SV6.1
14 (SM)Praktische Maßnahmen zur außerschulischen Jugendbildung
soweit nicht:
A7V7-S7SV7
14.1 (SM)Studienfahrten zur politischen BildungA8V8L2 (SM)--
14.8 (SM)Gesellschaftliche Eingliederung junger Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie junger FlüchtlingeA11.1V11.1---
8 (KM)

Bildungsmaßnahmen in Bezug auf Drogenprobleme und ähnliche Gefährdungen der Jugend

Seminare

Praktische Maßnahmen

 

 

A6.2

A7.2

 

 

V6

V7

 

 

L2 (KM)

-

 

 

-

-

 

 

-

-

9 (KM)

Internationale Jugendbegegnung

A10V10 + KJP-FormblattL2 (KM)--
11 (KM)Gedenkstättenfahrten, Jugendgruppen, Studentengruppen usw.A8.2V8.2L2 (KM)--

* Verwaltungsvorschrift von Ministerium für Soziales und Integration (SM) bzw. Kultusministerium (KM) beachten

** Angaben in der Liste für Prüfzwecke sind vorzuhalten